Mein auf dieser Seite veröffentlichter Blog soll die Berichte in der BNN ergänzen. Es wäre also super, wenn ihr auch die lesen würdet…

„Mutig von dir, ausgerechnet nach Khartum, der stock-islamistischen Hauptstadt zu reisen“, schreibt mir ein Freund in einer Email. Zuerst musst ich lachen, auf der anderen Seite ruft mir dieser Satz in Erinnerung, wie schlecht der Ruf des Sudans im Westen ist. Als dann Loyals Mutter auch noch schreibt, dass unsere Zeit im Sudan „ein Alptraum“ sein muss, nehme ich mir vor, zu diesem Thema einen eigenen Blogeintrag zu posten.
Der Sudan ist sehr heiß, das stimmt. Aber das ist auch das einzige, was ich in Deutschland über den Sudan gehört habe und 100% bestätigen kann. Je näher wir auf unserem Weg durch Afrika dem Sudan kommen, desto häufiger hören wir von anderen Reisenden, dass die Gastfreundlichkeit der Einheimischen umwerfend sein soll. Und genau das ist es: Der Sudan ist für uns eines der angenehmsten Reiseländer. Ein Land zum Runterkommen und zum Entspannen. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Die Leute behandeln uns sehr respektvoll, auf den Straßen lässt man uns in Ruhe. Wir können sogar über den größten Markt des Sudans schlendern, ohne von Verkäufern gestresst zu werden. Unglaublich!
Die Menschen hier sind wahnsinnig zuvorkommend und viele wirken gebildet. Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, sind viele Sudanesen schon in Europa gewesen. Auch der Durchschnittsstandard ist in diesem Land höher: In Khartum gibt es weniger Stromausfälle als in allen anderen Hauptstädten, in denen wir gewesen sind (abgesehen von Namibia und Südafrika). Alles ist sauberer, man kann bedenkenlos Eis essen (was auch mit der durchgängigen Stromversorgung zu tun hat). Ein Land, das ich jedem als Reiseland empfehlen würde, allerdings eher in den Wintermonaten, weil es dann weniger heiß ist! Ich werde sicherlich noch oft (positiv) an den Sudan zurückdenken!

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