Mein auf dieser Seite veröffentlichter Blog soll die Berichte in der BNN ergänzen. Es wäre also super, wenn ihr auch die lesen würdet…

Wir verlassen Maputo und machen uns auf den langen Weg in den Norden Mosambiks. Mehr als 2000 Kilometer liegen vor uns. Die erste Nacht verbringen wir am „Zavala-Strand“, einem der letzten wirklich recht einsamen Strände. Die Piste dorthin ist nur mit einem Geländewagen befahrbar und in der großen Lodge, bei der wir ankommen, scheinen wir die einzigen Gäste zu sein. Wir kommen im Dunkeln an und gehen bald schlafen, weil wir beide sehr müde sind. Am nächsten Morgen überrascht uns ein kilometerlanger riesiger Sandstrand und klares warmes Meerwasser. Das Paradies! Da es sogar Strom gibt und wir somit unseren Rechner zum Schreiben von neuen Blogeinträgen nutzen können, beschließen wir, ein paar Tage zu bleiben.
Loyal ist nicht gut drauf. Seit wir Südafrika verlassen haben, hat er keine Lust mehr zu reisen. Zu angenehm war die westliche Atmosphäre seit Namibia, als dass er sich wieder auf Korruption und schwierige Reisetage einstellen will. Außerdem leidet er wie in Westafrika unter dem schwülheißen Klima. Er ist mit nichts zu begeistern: Weder mit der Herzlichkeit der Einwohner Mosambiks, die uns offen und freundlich begegnen, noch mit der beeindruckenden Landschaft und dem tollen Strand. Auch der Zwei-Kilo-Fisch, den wir direkt am Strand von Fischern abkaufen, kann seine Laune nicht heben. Er hat genug vom Reisen und will nur noch nach „Hause“. Wir erörtern die Möglichkeit nach Hause zu fliegen, aber diese Idee scheitert zum Teil schon daran, dass wir in Deutschland zur Zeit eigentlich kein „Zuhause“ haben. Ich bin verzweifelt: In Namibia und Südafrika habe ich neue Energie geschöpft und ich freue mich jetzt ganz besonders auf die Länder der Ostküste. Alles scheint hier leichter: Die Grenzübergänge, die Essensbeschaffung, … einfach alles. Es ist leicht, zusammen zu reisen, wenn man zusammen begeistert ist oder sich zusammen trösten kann. Allerdings alleine begeistert zu sein und tagelang (wochenlang) eine übelgelaunte Antwort zu erhalten, ist sehr sehr anstrengend. Hoffentlich geht es Loyal bald wieder besser!

 

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One Response to Loyals Depris

  1. Michael sagt:

    Hallo Astrid,
    ich lese Eueren Blog nun schon von Anfang an – echt toll !!
    Der Durchhänger von Loyal ist normal, dazu gibt es einen schönen Bericht im Allradler von Stefan Fischer über die Psychologie des Reisens. Wenn Du schreibst Ihr würdet gerne eine Auszeit in Deutschland nehmen, was aber an der Tatsache scheitert, das Ihr hier kein Zuhause habt, kann ich Euch anbieten bei uns in Gaggenau unter zukommen. Wir haben genug Platz. Ich bin der Bruder von Stephan (4ward4x4), der Euch einiges an Euerem Landrover gemacht hat.

    Gruß

    Michael

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