Ich heiße Paule Dog und komme aus Guinea-Bissau. Ich wurde im Juni 2012 geboren. Ganz genau wann weiß ich nicht. Niemand erinnert sich daran noch genau. Ich habe eine ganze Zeit in Varela (Dorf an der Küste von Guinea Bissau) auf einem Bauernhof gewohnt. Dort gab es viele Kühe und deshalb auch viele Fliegen. In dieser Zeit habe ich angefangen, Fliegen zu hassen. Wenn ich jetzt welche sehe, versuche ich sie immer zu fangen und aufzufressen. Manchmal gelingt mir das, aber nicht immer. Allgemein mag ich keine Insekten. Am Schlimmsten sind Ameisen, weil die hier überall auf dem Boden herumwuseln. Glücklicherweise habe ich nun einen Korb. Da kommen sie nicht rein.

Als ich meine Herrchen das erste Mal gesehen habe, wollte ich gleich bei ihnen bleiben. Deshalb habe ich mich auch von der besten Seite gezeigt und bin immer zu ihnen gelaufen, wenn sie aufgetaucht sind. Allerdings haben die eine komische Angewohnheit: Ständig wollen die mich baden. Gleich am dritten Tag musste ich das über mich ergehen lassen. Hinterher kuscheln sie aber mit mir – das mag ich sehr.

Seit ich mit meinen Herrchen unterwegs bin, hat sich vieles in meinem Leben geändert. Zum Beispiel nennen sie mich jetzt Paule und nicht mehr Dog. Das fand ich anfangs ganz komisch. Inzwischen gefällt mir der Name aber sehr gut und wenn ich will, höre ich auf den Namen auch.

Außerdem muss ich jetzt meistens eine Leine tragen. Manchmal stört mich das nicht, aber manchmal möchte ich gerne woanders hin, als meine Herrchen. Ich kann nun auch nicht mehr ungestört ein stilles Örtchen suchen. Ständig steht jemand neben mir und beobachtet mich. Das ist mir ziemlich peinlich!

Am liebsten mag ich Fisch. Je älter, desto besser! An der Küste lagen immer ein paar tote Fische am Strand. Leider darf ich jetzt keinen alten Fisch mehr essen. Immer wenn ich etwas auf der Straße finde, nehmen es mir meine Herrchen weg. Inzwischen spucke ich die Sachen freiwillig aus, weil ich dann ein Leckerli bekomme. Das ist auch nicht schlecht!